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Welche Spannung sollte ich spielen ?

12. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Sept.

Welche Besaitungsspannung sollte ich wählen?

Die richtige Besaitungsspannung ist entscheidend dafür, wie sich ein Tennisschläger beim Spielen anfühlt und wie er den Ball beschleunigt, kontrolliert und zurückgibt. Dabei gibt es allerdings nicht die eine perfekte Spannung.

Die optimale Spannung hängt immer vom Spieler, seinem Schläger, der verwendeten Saite und vor allem vom eigenen Spielstil ab.

Niedrigere Spannung – mehr Dynamik

Eine niedrigere Besaitungsspannung lässt die Saiten stärker arbeiten. Beim Ballkontakt können sie sich stärker verformen und anschließend mehr Energie zurückgeben.

Das kann zu einem dynamischeren, lebendigeren Spielgefühl und mehr Ballbeschleunigung führen. Gleichzeitig kann der Schläger etwas komfortabler wirken und der Ball leichter aus dem Schläger kommen.

Besonders interessant kann eine niedrigere Spannung für Spieler sein, die:

- zusätzliche Beschleunigung suchen

- eher kompakt oder mit moderatem Tempo schwingen

- ein weicheres, lebendigeres Spielgefühl bevorzugen

- mehr Unterstützung bei der eigenen Schlagerzeugung wünschen

Höhere Spannung – mehr Direktheit und Kontrolle

Mit zunehmender Spannung wird das Saitenbett in der Regel straffer. Der Ballkontakt fühlt sich direkter an und der Spieler bekommt ein präziseres Feedback darüber, wo und wie der Ball getroffen wurde.

Das kann insbesondere bei schnellen, langen Schwüngen und hoher eigener Beschleunigung interessant sein, wenn der Spieler die zusätzliche Kontrolle benötigt.

Eine höhere Spannung kann für Spieler sinnvoll sein, die:

- sehr schnell und aktiv schwingen

- bereits viel eigene Power erzeugen

- einen direkten und präzisen Ballkontakt bevorzugen

- ihre Flugkurve und Schlaglänge stärker kontrollieren möchten

Welche Zahl ist die richtige?

Die Zahl auf der Besaitungsmaschine ist kein universeller Qualitätswert. 50 kg sind nicht automatisch besser als 23 kg – und 23 kg nicht automatisch besser als 30 kg.

Die optimale Spannung ist diejenige, bei der Schläger, Saite und Spieler miteinander harmonieren.

Außerdem spielt die Saite selbst eine entscheidende Rolle. Zwei verschiedene Saiten können bei derselben eingestellten Spannung völlig unterschiedlich spielen. Auch Durchmesser, Material, Konstruktion, Oberflächenstruktur und Elastizität beeinflussen das Spielgefühl.

Deshalb sollte die Spannung immer im Zusammenhang mit der verwendeten Saite betrachtet werden.

Wie finde ich meine persönliche Spannung?

Am besten beginnt man mit einer Spannung, die zum eigenen Schläger, Spielniveau und zur verwendeten Saite passt. Von dort aus kann man in kleinen Schritten testen.

Spielt sich der Schläger zu hart, zu direkt oder fehlt es an Dynamik, kann eine etwas niedrigere Spannung interessant sein.

Kommt der Ball dagegen zu leicht aus dem Schläger und fehlt es an Kontrolle bei schnellen Schwüngen, kann eine etwas höhere Spannung die bessere Wahl sein.

Schon 1–2 kg können das Spielgefühl spürbar verändern. Deshalb lohnt es sich, Veränderungen schrittweise vorzunehmen und nicht gleichzeitig mehrere Faktoren zu verändern.

Wichtig: Nicht nur auf die Kilogrammzahl schauen

Die perfekte Besaitung entsteht aus dem Zusammenspiel von:

Schläger + Saite + Saitendurchmesser + Spannung + Spielstil

Genau deshalb kann die gleiche Saite bei zwei Spielern mit völlig unterschiedlichen Spannungen optimal funktionieren.

Am Ende zählt nicht die Zahl auf der Besaitungsmaschine, sondern das Ergebnis auf dem Platz: Fühlt sich der Ballkontakt richtig an? Erzeugst du die gewünschte Beschleunigung? Hast du die Kontrolle, die du für dein Spiel brauchst?

Die beste Spannung ist die, bei der du deinem Schläger vertrauen kannst – und dein Spiel sich natürlich anfühlt.

 
 
 

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